AUS DER RUHE KOMMT DIE KRAFT

Obwohl in diesem Jahr die weiße Schneelandschaft noch auf sich warten lässt, so hat sich die Natur schon weitestgehend in die Winterpause begeben. Die Bäume haben all ihre Blätter abgeworfen und manche Seen sind, wenn auch nur an den Rändern, zugefroren. Auch viele Tiere haben sich in den Süden oder in den Winterschlaf verabschiedet. Wer jetzt Spaziergänge in die Natur unternimmt, kann diese wunderbare Stimmung der Ruhe genießen.

Auch für uns Menschen wäre die kalte Jahreszeit ideal, um langsamer zu werden, um uns mehr in das Innere zurückzuziehen und um Kraft zu sammeln für neue Herausforderungen. Das ist manchmal leichter gesagt als getan, denn gerade um die Weihnachtszeit herum geraten viele Menschen erst so richtig in Hektik. Weihnachtsgeschenke müssen gekauft, Plätzchen sollen gebacken werden, der Jahresabschluss steht an und das perfekte Weihnachtsfest will auch gut geplant und vorbereitet sein. Der Advent ist dann häufig nicht die besinnlichste Zeit des Jahres, sondern die stressigste. Muss das sein?

Wenn wir uns an der Natur orientieren (und wir Menschen sind ein Teil der Natur), dann wäre es klug, es genau wie sie zu machen, nämlich den Winter zu nutzen, um die Dinge etwas langsamer anzugehen und aus der Ruhe wieder Kraft zu schöpfen für neues Wachstum. Also, statt unnötigen Geschenken hinter zu rennen, wäre es sinnvoller, öfters mal auf dem Sofa zu entspannen, eine Kerze anzuzünden, zu meditieren oder, noch besser, einfach gar nichts tun. Wer immer wieder mal Ruhephasen einlegt, der weiß, wie gut Körper, Geist und Seele regenerieren, wenn man schlicht und einfach faul ist. Es ist kein Geheimnis: Wenn der Kopf leer ist und man sich dem Müßiggang hingibt, können neue Ideen und Impulse besser wahrgenommen werden und kreative Ideen fließen einfach so. Davon profitieren nicht nur wir selbst, sondern auch unsere Umgebung. 

Übrigens, der Dezember ist auch eine wunderbare Zeit, um in Ruhe Rückschau auf das  Jahr zu halten. Man kann sich Fragen stellen wie "Wie waren die vergangenen Monate?", "Was war positiv, was war nicht so schön?" oder "Was möchte ich loslassen?". Wenn man hierzu Klarheit gewonnen hat, kann man befreit vorausschauen und sich überlegen, was man im neuen Jahr in sein Leben einladen will. 

Hierzu gibt es ein wundervolles Ritual, das Ritual der "13 Wünsche", das man während der Rauhnächte (beginnend mit der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember) durchführen kann: Vor Beginn der Rauhnächtezeit schreibt man sich 13 Wünsche (am besten Herzenswünsche) auf exakt 13 Zettel, die man gefaltet in ein kleines Säckchen steckt oder in eine Schüssel legt. Zu jeder Rauhnacht wird ein Zettel herausgezogen und ungelesen in einer feuerfesten Schale verbrannt. Am 6. Januar ist 1 Zettel übrig, der entfaltet und gelesen wird. Während die 12 verbrannten Wunschzettel vom Himmel bzw. von der geistigen Welt erfüllt werden, ist es die Aufgabe des Wünschenden, den Wunsch auf dem 13. Zettelchen sich selbst im neuen Jahr zu erfüllen.

Ich habe das Ritual der "13 Wünsche" schon mehrfach durchgeführt und es ist immer wieder spannend zu erfahren, welcher Wunsch auf dem 13. Zettelchen steht. 

 

In diesem Sinne wünsche ich allen Klienten und Lesern dieses Blogs ein geruhsames, friedvolles Weihnachtsfest und viel Glück, Gesundheit und Gelassenheit im neuen Jahr. 

 

"Nimm dir Zeit zum Träumen, das ist der Weg zu den Sternen.

Nimm dir Zeit zum Nachdenken, das ist die Quelle der Klarheit.

Nimm dir Zeit zum Lachen, das ist die Musik der Seele.

Nimm dir Zeit zum Leben, das ist der Reichtum des Lebens.

Nimm dir Zeit zum Freundlichsein, das ist das Tor zum Glück."

Unbekannt